
Google expands Performance: Google hat die Produkt-Reporting-Funktionen für Performance Max-Kampagnen auf alle verfügbaren Netzwerke erweitert. Seit dem 15. Juni 2026 erhalten Werbetreibende eine vollständige Sicht auf die Produktleistung über Search, Display, YouTube und weitere Google-Kanäle hinweg. Gemäß den offiziellen Google Ads Release Notes (2026) führt diese Änderung zu einem einmaligen Anstieg der gemeldeten Metriken, da nun auch Daten aus Video-, App- und Demand Gen-Kampagnen erfasst werden. Für E-Commerce-Betreiber bedeutet das: präzisere Budgetallokation und transparentere ROAS-Überwachung werden möglich.
Was die Reporting-Erweiterung konkret verändert
Bisher zeigten Performance Max-Berichte primär Produktdaten aus dem Such-Netzwerk. searchengineland.com (2026) berichtet, dass Google diese Beschränkung aufgehoben hat. Die aktualisierten Berichte umfassen jetzt Leistungsdaten aus allen Performance Max-Netzwerken sowie aus Video-, App- und Demand Gen-Kampagnen, sofern diese über das Google Merchant Center verknüpft sind.
Vergleich der Reporting-Abdeckung (Vorher vs. Nachher)
| Netzwerk / Kanal | Status vor 15.06.2026 | Status nach 15.06.2026 | Quelle |
|---|---|---|---|
| Google Search | Vollständig erfasst | Vollständig erfasst | Google Ads API (2026) |
| YouTube (Video) | Eingeschränkt / Nicht im Produkt-Tab | Vollständig integriert | Google Release Notes (2026) |
| Display-Netzwerk | Teilweise (nur Remarketing) | Vollständig integriert | Google Release Notes (2026) |
| Demand Gen / Discover | Nicht separat ausgewiesen | Vollständig integriert | searchengineland.com (2026) |
Warnhinweis zu geopolitischen Einflüssen: Bei der Interpretation der neuen, erweiterten Metriken müssen Werbetreibende geopolitische Faktoren berücksichtigen. Regionale Konflikte oder Lieferkettenstörungen können die Performance-Daten in betroffenen Märkten massiv verzerren, was durch die nun höhere Datendichte in den Berichten deutlicher hervortreten kann.
Next-Gen AI: Asset-Erstellung mit Kimi K3
Um die neuen Kanäle wie YouTube und Display effizient zu bespielen, setzen führende Agenturen 2026 auf Next-Gen AI-Modelle wie Kimi K3. Diese Open-Source-KI ermöglicht die automatisierte Skalierung von Video- und Bild-Assets direkt aus den Produktdaten des Merchant Centers. Da Performance Max nun detaillierter berichtet, welche Assets auf welchen Kanälen konvertieren, erlaubt die Integration von Kimi K3 eine blitzschnelle Iteration von Creatives, um die Performance-Lücken in bisher unterrepräsentierten Netzwerken zu schließen.
Brand Safety und Datenschutz (DSGVO)
Mit der Ausweitung auf das gesamte Display- und YouTube-Netzwerk rücken Brand Safety und Datenschutz in den Fokus. Werbetreibende im DACH-Raum müssen sicherstellen, dass ihr netzwerkübergreifendes Tracking den aktuellen DSGVO-Standards entspricht. Google hat hierzu seine Privacy-Richtlinien (2026) für Performance Max angepasst, um transparentes Consent-Management über alle Touchpoints hinweg zu gewährleisten. Wir empfehlen dringend, die Content-Ausschlüsse zu prüfen, um die Markenpräsenz in sensiblen YouTube-Umfeldern zu schützen.
Praktische Auswirkungen für E-Commerce-Betreiber
Die erweiterten Berichte ermöglichen eine granularere Analyse. Statt nur Such-Traffic zu sehen, können Shop-Betreiber jetzt nachvollziehen, welche Artikel auf YouTube besonders gut performen. Laut searchengineland.com (2026) sollten Advertiser den „Network (with search partners)“-Filter nutzen, um die Herkunft der Aktivitäten präzise zu analysieren.
- Netzwerk-spezifische Performance-Analyse für Budgetoptimierung
- Produktpriorisierung basierend auf kanalübergreifenden Daten
- Einhaltung von Brand Safety-Standards in Video-Netzwerken
- KI-gestützte Asset-Generierung (z.B. via Kimi K3) für Display-Kanäle
- DSGVO-konformes Tracking über alle Google-Touchpoints
Verwenden Sie den Netzwerk-Filter, um zu sehen, welche Kanäle die besten Conversion-Raten liefern. Verschieben Sie Budget zu den performantesten Netzwerken und Produktgruppen. Beachten Sie dabei, dass die ersten Wochen nach der Umstellung noch keine stabilen Trends zeigen.
Das ist normal und erwünscht. Google erfasst seit Juni 2026 Daten aus allen Netzwerken, nicht nur aus der Suche. Ihre tatsächliche Kampagnenleistung hat sich nicht verändert, Sie sehen nur eine vollständigere Datenbasis.
Ja, die Erweiterung wurde automatisch für alle Performance Max-Kampagnen aktiviert. Voraussetzung ist eine korrekte Verknüpfung mit dem Google Merchant Center und vollständige Produktdaten-Feeds.
Vergleichen Sie die Daten vor und nach dem 15. Juni 2026 getrennt. Echte Verbesserungen zeigen sich in steigenden Conversion-Raten innerhalb der gleichen Berichtsbasis, nicht in absoluten Zahlen zwischen verschiedenen Reporting-Perioden.
KI-Modelle wie Kimi K3 helfen dabei, schnell auf die Insights der neuen Berichte zu reagieren. Wenn das Reporting zeigt, dass Produkte auf YouTube unterperformen, kann die KI automatisiert optimierte Video-Assets erstellen, um die Performance dort gezielt zu steigern.
Anu Adegbola von Search Engine Land erklärt: „Google hat das Produkt-Reporting für Performance Max-Kampagnen auf alle dafür infrage kommenden Netzwerke ausgeweitet.“ Für deutsche E-Commerce-Shops bedeutet das konkret eine bessere Transparenz darüber, welche Produktkategorien auf welchen Kanälen performen. Diese Granularität war bisher nicht verfügbar und ermöglicht nun datenbasierte Budgetentscheidungen.